Grenzüberschreitender Nahverkehr

Derzeit berät das StuPa über eine finanzielle Beteiligung zur Einrichtung eines grenzüberschreitenden Nahverkehrs. Die aktuellen Pläne der Städte Frankfurt/ Oder und Słubice, bereits im November einen Bus über die Oder-Brücke fahren zu lassen, werden dabei kontrovers diskutiert. Einerseits bietet sich hier die Möglichkeit, städtisches und studentisches Engagement für eine Vertiefung der nachbarschaftlichen Beziehungen der beiden Grenzstädte sofort und langfristig zu unterstützen. Andererseits wird ein Bus defizitär sein und die Stadt baut zum Ausgleich des Fehlbetrags von etwa 80.000 € auf die Studierendenschaft. Konkret ist eine Erhöhung des Semestertickets um 3-5 € pro Student_in im Gespräch.

Die Abgeordneten des StuPas schließen eine finanzielle Beteiligung nicht grundlegend aus, befürworten aus Gründen der sparsamen Haushaltsführung jedoch ausdrücklich den Bau einer Straßenbahn. Da dieser von der EU gefördert würde, könnte eine Straßenbahn sogar einen kleinen Gewinn erwirtschaften. Allerdings ist zur Stellung von Förderanträgen der politische Wille der demokratischen Entscheidungsinstanzen dies- und jenseits der Oder nötig. So könnte eine vom polnischen Bürgermeister Tomasz Ciszewicz intiierte Umfrage unter den Słubicer Bürger_innen das Projekt einer gemeinsamen Tramlinie ernsthaft in Gefahr bringen. An der Befragung haben sich zwar nur etwa 250 Personen beteiligt, von diesen hat jedoch die Mehrheit mit “nein” gestimmt.

Im November wird sich das StuPa erneut mit der Thematik befassen. Fakt ist, dass wir nicht langfristig den lokalen ÖPNV mitfinanzieren wollen und können. Einzig eine Anschubfinanzierung ist wegen unseres Interesses an einer vertieften deutsch-polnischen Zusammenarbeit sowie einer besseren Anbindung der Studierenden zwischen Campus, Collegium Polonicum und den Wohnheimen denkbar.

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